Stadtrundgang (Dauer: ca. 1 - 1,5 Stunden): vom Ufer zu Fuß zum Kreml. Besichtigung der Dimitri-Bluts-Kirche und Erlöser-Verklärungs-Kathedrale.
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Zahlreiche Kirchen prägen schon von weitem die Silhouette Uglitchs, das zu den beliebtesten altrussischen Städten zählt. Unsere Tour bringt uns u. a. auch zum Kreml, wo sich 1591 der mysteriöse, tödliche „Unfall“ des achtjährigen Thronfolgers Dimitri ereignete, der mit dem späteren Zaren Boris Godunow übrigens aufs Engste verknüpft wird.
Uglitch, eine beschauliche Stadt an der oberen Wolga, zählt zu den beliebtesten Städten des alten Russlands und ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Vermutlich schon m 10. Jh. eine Siedlung, wurde Uglitch 1148 erstmals urkundlich erwähnt. Von 1218 bis zur Eroberung durch Moskau 1329 war sie Hauptstadt eines gleichnamigen Fürstentums. Der Wohlstand aus Handel wird vor allem durch den im 15./16. Jh. errichteten Kreml deutlich. Gegen Ende des 16. Jh. lebte Maria Nagaya, die siebte Frau von Iwan IV., dem Schrecklichen, im Kreml von Uglitch - gemeinsam mit ihrem Sohn, dem Zarewitsch Dimitri.
Genau am 15. Mai 1951 kam der kleine Dimitri unter ungeklärten Umständen ums Leben. Man vermutet, dass Regent Boris Godunow ihn ermorden ließ, um die Familie der Rurikiden erlöschen zu lassen und um selbst Zar zu werden. An der Stelle, an der Dimitri starb, wurde dann im Jahr 1692 die Dmitri-Bluts-Kirche errichtet. Die Fresken im Kircheninneren stellen die Entstehung der Welt dar und gehen in bewegenden Bildern auf die damaligen Ereignisse ein.
Zahlreiche Kirchen prägen schon von weitem die Silhouette von Uglitch. Die größte darunter ist die Erlöser-Verklärungs-Kathedrale, die 1713 erbaut und 1730 durch einen 35 Meter hohen Glockenturm ergänzt wurde. Der Altarraum der Kathedrale ist durch eine prächtige Ikonostase abgetrennt, die mit Ikonen aus verschiedenen Perioden bestückt ist. Weitere Klöster wie das Aleksej-Kloster mit der Uspenski-Kathedrale aus dem 17. Jh. oder das Auferstehungs- und das Epiphanias-Kloster mit seinen Kirchen aus dem 19. Jh. belegen den ehemaligen Wohlstand der Stadt.
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