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kievStadtrundfahrt (Dauer: ca. 3 Stunden): das Goldene Tor in der Altstadt, Sophienkathedrale.

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Kiew ist die Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine. Sie liegt am bis hierhin für kleinere Seeschiffe befahrbaren Dnepr und hat 2.700.000 Einwohner. Die Universität wurde 1834 gegründet. Außerdem gibt es 99 Hochschulen, 25 Museen, ein Planetarium, Theater und botanische und zoologische Gärten. Aufgrund seiner vielen Kirchen und Klöster und seiner Bedeutung für die orthodoxe Christenheit wird Kiew seit dem Mittelalter als Jerusalem des Nordens bezeichnet (heute hört man häufiger Jerusalem des Ostens). Ferner wird Kiew aufgrund seiner geschichtlichen Rolle als Mutter aller russischen Städte bezeichnet.
Kiew ist eine der ältesten Städte Europas. In der Altstadt, der "Oberen Stadt", hoch über dem Westufer des Dnepr, sieht man das Goldene Tor, das am stärksten befestigte Tor von Kiew, und in der unmittelbaren Nähe davon die Sophienkatedrale.
Laut Nestorchronik wurde Kiew von drei Brüdern und einer Schwester namens Kyj, Schtschek, Choriw und Lybid gegründet, die auf drei Anhöhen Dörfer bauten. Sie errichteten noch eine Festung, die sie nach dem ältesten Bruder benannten („Kiew“ = ‚Stadt von Kyj‘, altrussisch und ukrainisch: Kyjiw). Dies soll spätestens Anfang des 6. Jh. geschehen sein, da der Name des slawischen Fürsten Kyj in dieser Zeit in byzantinischen Chroniken erwähnt wurde. Einige mittelalterliche Quellen führen die Gründung Kiews auf die Jahre 430-460 zurück. Es gibt auch Spekulationen, die Kiew schon mit der von Jordaniens erwähnten großen gotischen Stadt Danapirstadir (= „Dneprstadt“) identifizieren.

Im Jahre 882 wurde die slawische Stadt Kiew als fürstliche Residenz der Rus „Känugard“ genannt. 988 wurde es durch den zum Christentum übergetretenen Großfürsten Wladimir I. ausgebaut und als Zentrum der Kiewer Rus befestigt (siehe Geschichte der Ukraine, Geschichte Russlands). Im 11. und 12. Jh. war Kiew bereits eine der größten Städte Europas (etwa 50.000 Einwohner).

kiev
Am 6. Dezember 1240 wurde Kiew von Mongolen unter Batu Khan (Goldene Horde) überfallen, fast alle Einwohner getötet und nahezu alle Gebäude niedergebrannt. Es wurde berichtet, dass von der großen und dicht besiedelten Stadt nur noch 200 Häuser gestanden haben sollen. 1569 wurde es zu einer polnisch-litauischen Provinzhauptstadt. 1667 fiel nach dem Frieden von Andrusowo die Stadt mit der gesamten linksufrigen Ukraine (Gebiete östlich des Dnepr) an das autonome Kosaken Hetmanat unter russische Vorherrschaft und wurde Hauptstadt eines russischen Gouvernements. Ab 1920 war Kiew sowjetisch. 1934 wurde die Stadt an Stelle von Charkow Hauptstadt der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik (SSR).

Vor dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion zählte die Stadt 350.000 Juden, von denen die meisten rechtzeitig fliehen konnten. So lebten bei dem deutschen Einmarsch im September 1941 nur noch 30 Prozent der Juden in der Stadt (ca. 100.000 Juden). Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, vom 19. September 1941 bis zum 6. November 1943, wurden von den Deutschen 120.000 bis 160.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilisten (vor allem Juden) in Kiew ermordet. Mehr als 33.000 Juden fielen alleine dem Massaker in Babi Jar bei Kiew zum Opfer. 1942 wurde am Nordrand der Stadt das Konzentrationslager Syrets errichtet. Große Teile der Stadt wurden während des Krieges zerstört.

1982 fanden die Feierlichkeiten des 1.500-jährigen Bestehens von Kiew statt. Seit 1991 ist Kiew Hauptstadt der unabhängigen Ukraine. In der Folge kam es zur Wiedererrichtung zahlreicher, während der Periode des Stalinismus, zerstörter Bauwerke, etwa des Michaelsklosters oder der Christi-Geburtskirche im Stadtteil Podil. 2004 war die Innenstadt Schauplatz der Massenproteste gegen die Fälschungen bei den Präsidentschaftswahlen der Ukraine, die vom 21. November bis 5. Dezember andauerten und zur Orangenen Revolution führten.
 
 
 
Von Kiev nach Odessa, Von Kiev nach Odessa


 
 
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