PROGRAMM 2011

PREISE & TERMINE ...
KASAN PDF Drucken E-Mail
MoscheeStadtrundfahrt (Dauer: ca. 2,5-3 Stunden): mit Verkündigungskathedrale, ehem. Gouverneur Palast, neue Residenz des Präsidenten der Republik Tatarstan, Kasaner Universität, Theater der Oper und Ballet, Konservatorium, sowie Rundgang auf dem Gelände des Kremls mit seinem schrägen Turm Sjuumbecki. Natürlich darf ein Besuch der Moschee Kul-Scherif nicht fehlen.

Dieser Ausflug ist bereits in Ihrem Ausflugspaket inkludiert!

Raifer Kloster (Dauer: 4,5-5 Stunden): vom 17.-19. Jh. ist 40 km von Kasan entfernt. Mit Besuch von Kathedrale der Georgian Gottesmutter und Dreieinigkeits- Kathedrale + Territorium des Klosters mit mehreren Türmchen und Kathedralen.

Optionaler Ausflug: Kosten ab ca. EUR 50 pro Person. Bitte beachten Sie, dass die Durchführung vom Fahrplan abhängig ist!

Kasan ist nicht nur eine wichtige Industriestadt, sondern auch eine kulturelle Metropole der mittleren Wolgaregion. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt geht bis ins Jahr 1177 zurück. Schon damals siedelten moslemische Tataren, die seit dem 10. Jahrhundert aus der Mongolei in den Westen vorgedrungen waren, in diesem Gebiet. Im 13. Jahrhundert folgten den Tataren die kriegerischen Mongolen und etablierten das Reich der Goldenen Horde, das Anfang des 15. Jahrhunderts in drei Fürstentümer zerfiel: das Khanat von Krim, Astrakhan und Kasan.

Als Zentrum des Kasaner Khanats war die Stadt den Moskauer Fürsten natürlich ein Dorn im Auge und so brauchte es einige Versuche bis der Moskauer Fürst Iwan der Schreckliche im Jahr 1552 Kasan zu Fall brachte. Er war es auch, deine der heutigen Hauptattraktionen in Auftrag gab, den Weißen Kreml, dessen wuchtige Kalksteinmauer den historischen Stadtkern Kasans umgibt. Gleichzeitig mit der Eroberung erlangte die Stadt auch ihre Bedeutung als wichtiger Handelsweg an der Wolga zurück.

kremlMit der Angliederung an das russische Reich, wurde den Tataren nur noch ein begrenzter Raum für kulturelle Selbstbestimmung eingeräumt, der jedoch unter Stalin im Jahr 1937, mit einer ‚schistka’ (Säuberung) ein schnelles Ende fand. Umso mehr wurde das tatarische Nationalbewusstsein nach der Auflösung der Sowjetunion gestärkt. Daher gibt es seit dem Jahr 1992 nicht nur die doppelte Staatsbürgerschaft, sondern es wurde auch das Pflichtfach Tatarisch in den Schulen eingeführt. Der Vertrag von 1994 erlaubt der Autonomen Republik, die über zahlreiche Bodenschätze verfügt, nun auch souveräne Entscheidungsbefugnisse.

Die Hauptattraktion Kasans der Weiße Kreml ist heute Sitz der autonomen Regierung von Tatarstan. Mit einer fünf Meter dicken Kalksteinmauer und 13 Türmen umgibt es den historischen Stadtkern. Sein aus Ziegelstein gemauerter, 57 Meter hohe und schiefe Siujumbeki-Turm gilt als das Wahrzeichen von Kasan. Weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale aus dem Jahr 1562, sowie der Tainizkij-Palast und das Haus des Gouverneurs aus dem 17. Jahrhundert, in dem gegenwärtig der Präsident von Tatarstan residiert.

Nach dem Besuch Peters 1. in Kasan 1722 begannen die Bauarbeiten für die schönste Kasaner Kirche, die Peter-Paul-Kathedrale. Zusammen mit dem sechsstöckigen Glockenturm ist sie ein vollkommenes Kunstwerk des russischen Barock. In stilistischer Verwandtschaft mit den beiden Stroganow - Kir­chen in Nishni Nowgorod wurde sie mit üppigem Kalksteindekor geschmückt‘ der sich in den typisch tatarischen Farben blau und grün vor der weißen Fassade der Kirche abhebt. Die 1804 gegründete Kasaner Universität und somit zweitäl­teste Hochschule Russlands war bis ins 20. Jahrhundert das wichtigste kulturelle Zentrum an der Wolga. Zu ihren Stu­denten zählten Leo Tolstoi sowie der Komponist Milij Bala­kirew. Der junge Jurastudent Wladimir Uljanow (Lenin) mus­ste die Universität wegen revolutionärer Tätigkeit nach nur 114 Studientagen wieder verlassen.Kasan war und ist eine moslemische Stadt. Die Moscheen in den tatarischen Vorstädten Kasans, in die die Einwohner von den neuen russischen Zuzüglern immer weiter gedrängt wor­den waren, stammen nahezu alle aus dem 18. Jahrhundert. Die neuerliche Errichtung von Moscheen allerorten deutet auf eine Wiederbelebung des Islam an der Wolga hin.



 
 
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