Stadtrundfahrt (Dauer: ca. 3 Stunden): Besichtigung des Erlöser-Verklärungskloster aus dem 16. – 17 Jh. und der Prophet-Elias-Kirche aus dem 17. Jh.. Spaziergang auf der Fußgängerzone im alten Stadtteil mit dem ersten in Russland gebauten Theater.
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Jaroslawl (gegründet im 11. Jh.). Lernen Sie Jaroslawl bei einer Stadtbesichtigung näher kennen! Die Metropole präsentiert sich heute als wichtiger Wolga-Hafen mit zahlreichen Monumenten aus einer bewegenden Vergangenheit. Besonders lohnenswert ist der Besuch im Spassky Kloster, das aus einem Ensemble aus Kathedralen und den Resten eines antiken Handelszentrums besteht. Mit reichen Geschenken und Ländereien bedacht, zählte das Kloster im 16. Jh. zu den größten und reichsten, gleichzeitig aber auch zu den bestgeschützten Anlagen des Landes.
In Jahre 1010 fasste der Kiewer Großfürst Jaroslawl der Weise den Plan, an der Mündung des Kotorosl in die Wolga eine Handelsstation zu errichten, jedoch waren die Einheimischen – so die Legende – von dem Eindringling nicht so begeistert und hetzten eine Bärin auf in. Jaroslawl, furchtlos und unerschrocken, bezwang den Bären jedoch mit einem kräftigen Axt-Hieb genau an dieser Stelle. Noch heute findet sich der Bär im Stadtwappen wieder. Und als der Fürst einmal in Fahrt war, beschloss er, an eben der Stelle, an der er den Bären erlegt hatte, eine Stadt zu errichten. Keine schlechte Wahl, denn aufgrund seiner günstigen Lage wurde Jaroslawl zu einem bedeutenden Handelsplatz zwischen Weißem Meer und Asien. Die Geschäfte blühten und Jaroslawl stieg im 17. Jh. zur zweitgrößten Stadt Russlands auf und avancierte während der Besetzung Moskaus 1612 durch die Polen sogar vorübergehend zur Hauptstadt des Landes. Mit dem Bau des Hafens von St. Petersburg gegen Ende des 8. Jh. war es mit der Stellung als Spinne im Handelsnetz zwar vorbei, aber man sieht es der Stadt noch heute an, dass hier Geld verdient wurde. Alte Kaufmannshäuser reihen sich noch heute an herrlich grünen Alleen.
 An der Promenade des Wolga-Ufers, können Sie nicht nur den herrlichen Ausblick über den Fluss genießen, sondern auch die einst prachtvollsten Villen, in denen heute Museen und Behörden untergebracht sind, entdecken. Das Volkow-Schauspielhaus, ein gelb gestrichener klassizistischer Bau, steht an demselben Platz, an dem 1750 der Kaufmann Fedor Volkow das erste öffentliche russische Theater gründete.
Zu den touristischen Attraktionen von Jaroslawl zählt u. a. der weiß gekalkte Kreml als historischer Kern der Stadt. Durch die bewegende Geschichte Jaroslawls sind heute, neben der Außenringanlage, mit seinen zum Teil meterdicken Mauern, nur noch die Erlöserkathedrale und ein umfangreicher Klosterkomplex erhalten geblieben. Der größte Reichtum von Jaroslawl sind die Kirchen der Stadt. Vor der bolschewistischen Revolution sollen es einmal 170 gewesen sein. Viele von ihnen wurden von den anti-religiösen neuen Machthabern abgerissen oder zu Museen, Warenlagern, Sport- und Versammlungshallen umfunktioniert. Dennoch konnten zahlreiche Kirchen erhalten bleiben, so dass an jedem Punkt der Stadt irgendwo über den Dächern ein spitzer oder buntbemalter, zwiebelförmiger Kirchenturm zu sehen ist.
Die prächtigste Kirche stellt die Prophet-Elias-Kirche dar. Sie wurde 1647 von der einflussreichen Kaufmannsfamilie Skripin in Auftrag gegeben. Da weder Johannikij noch Wonifatiji Skripin Kinder besaßen, beschlossen sie - ganz dem Zeitgeist entsprechend - eine Kirche zu hinterlassen. Nach dem Tod der Brüder beauftragte die Witwe Lulita Makarowna Skripina, die beiden damals populärsten Maler Gurij Nikitin und Sila Sawin, die Kirche auszumalen. Mit der Unterstützung von 13 Gehilfen machten sie sich daran, jedes erreichbare freie Stück Mauerwerk mit Fresken zu schmücken. So wurde der gesamte Innenraum, jede Nische und jede Säule zur bildlichen Präsentation der Kraft christlichen Glaubens.
Die Stadt zählt seit 2005 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
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