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JALTA PDF Drucken E-Mail
yalta schwalbennestStadtrundfahrt (Dauer: 3,5 - 4 Stunden mit dem Bus): Besichtigung aller wichtigen Sehenswürdigkeiten inkl. Livadia Palast.

Dieser Ausflug ist bereits in Ihrem Ausflugspaket inkludiert!

Die Besichtigung des mondänen Kurorts führt u. a. zum Weißen Palast von Livadija, wo 1945 die berühmte Konferenz von Jalta stattfand und zur pulsierenden, palmengesäumten Uferpromenade. Sonnenüberflutete Strände, das leise Rauschen des Meeres, von üppigem Grün umgebene Gebäude, Hotels, Pensionen und Sanatorien - das ist Jalta.

Das milde, subtropische Klima
, die heilsame Trockenheit der Luft, die lange Badesaison und die reiche Natur Jaltas haben besondere Anziehungskraft auf Erholungssuchende. Durch das Krimgebirge ist Jalta vor dem Nordwind geschützt. Im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur um 26°C und im Winter um 4°C. Die schöne Landschaft wird durch viele archäologische, historische und architektonische Attraktionen ergänzt.

Jalta liegt auf historischem Boden und blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Nahe der Stadt haben die Archäologen Gegenstände aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Die alten Griechen gründeten an der Schwarzmeerküste die Siedlung Jalta - was soviel wie Ufer bedeutet. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt geht auf das 12. Jh. zurück. In der Zeit vom 15. bis zum 18. Jh. gehörte Jalta zum Osmanischen Reich, danach ging es in russischen Besitz über.

Als die Krim unter Zarin Katharina II. von Russland annektiert wurde, war das unwegsame Gebiet fast unbewohnt. Erst 1838 wurde Jalta per Dekret des Gouverneurs Woronzow zur Stadt und durch eine Straße mit Simferopol und dem Norden verbunden. Diese direkte Straße nach Moskau machte aus dem kleinen Dörfchen Jalta in wenigen Jahren einen mondänen Kurort. Der russische Adel baute sich hier seine Sommerresidenzen, das Bürgertum zog nach und bald entstanden die ersten Luxushotels.
yaltaDer berühmte russische Schriftsteller Anton Tschechow, der 1888 auf die Krim kam, bezeichnete Jalta bei seinem ersten Besuch noch als „Bastard aus irgendetwas Europäischem, das an die Ansichten von Nizza erinnert, und etwas kleinbürgerlich Marktähnlichem‘. Einige Jahre später revidierte er allerdings sein Urteil, schrieb entzückt seiner Schwester „die Krim ist schön, so schön, dass ich es gar nicht sagen kann“ und kaufte sich ein Anwesen, wo er fast sechs Jahre bis kurz vor seinem frühen Tod 1904 verbrachte.

Nach der Oktoberrevolution und den Enteignungen wurden die feudalen Villen der Aristokraten per Dekret Lenins „über die Nutzung der Krim zur Heilung der werktätigen Massen“ zu Sanatorien umfunktioniert. Die Jahrhundertwende-Prachtbauten wurden nun alle staatlich verwaltet und um die Verteilung der begehrten Kurplätze kümmerten sich die großen staatlichen Betriebe und die verschiedenen Berufsverbände. Es gab Sanatorien für Gelehrte, Schriftsteller, Bergleute, Polizisten usw.

Heute sind die Sanatorien zum Teil privatisiert, und auch ausländische Touristen können in den Genuss einer wohltuenden Massage kommen. Das Zeitalter der Dienstleistungen macht auch vor Jalta nicht Halt, die Hotels und Restaurants sind deutlich bemüht, westlichen Standard zu liefern. Doch das ist eigentlich nur nebensächlich, denn die wahren Stärken des weltberühmten Kurortes sind seine endlosen Sommer, die wunderschöne Landschaft, die allein eine Reise wert ist, und seine historische Dimension, die einem an allen Ecken und Enden des Städtchens deutlich wird.

So stand Jalta zum Beispiel im Februar 1945 im Brennpunkt des Weltinteresses, als sich hier Stalin, Roosevelt und Churchill trafen, um über die Zukunft Deutschlands und Europas nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu beraten. Diese berühmte Konferenz von Jalta fand etwas außerhalb des Stadtzentrums in Livadija, in der ehemaligen Sommerresidenz der Zarenfamilie statt. Der Weiße Palast, der inmitten eines riesigen Parks liegt, wurde 1912 im Stil der italienischen Frührenaissance erbaut und ersetzte einen früheren Palast, der den Romanows zu klein geworden war. In der Sowjetzeit diente er zunächst als Sanatorium, bevor er zum Schauplatz der Jalta-Konferenz wurde. Eine Fülle von Fotos und historischen Dokumenten sind heute in den ehemaligen Konferenzräumen zu betrachten.

Heute stellt die mit Palmen bestandene Uferpromenade den unumstrittenen Mittelpunkt Jaltas dar. In der Hochsaison aalen sich hier tagsüber die Sonnenhungrigen und abends beginnt der Wettlauf um einen freien Platz in den zahlreichen Lokalen. Auch wenn Jalta mittlerweile zu einem Seebad mit viel Beton avanciert ist, hat es sich durch seine vielen Grünanlagen, Parks und Alleen jenseits der Uferpromenade viel von seiner Schönheit erhalten. Beschauliche Stille lässt sich aber auch in einer der vielen Kirchen Jaltas genießen, wobei sich in dieser multikulturellen Stadt armenische zu katholische sowie evangelisch-lutherische zu griechisch-orthodoxe Kirchen gesellen.
 
 
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