PROGRAMM 2011

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HALBINSEL KRIM
Die „Perle der Schwarzmeerküste“ liegt im Süden der Ukraine und wird vom Asowschen Meer sowie vom Schwarzen Meer umspült. Eine lediglich acht Kilometer breite Landzunge ver¬bindet die 27 000 km2 große Halbinsel mit dem Festland. Der Norden der Halbinsel besteht aus einer trockenen Steppenebene. Im Süden erstreckt sich das Krimgebirge mit seinen sanft abfallenden Nordhängen, den zerklüfteten Steilhängen nach Süden hin und den schwach bewaldeten Hochplateaus. In seinen unteren Regionen hingegen ist das Gebirge fast vollständig mit Wald bedeckt. Zwischen dem Krimgebirge und dem Meer verläuft der herrliche Küstenstreifen mit all den berühmten Kurorten. Hier und im Krimgebirge wurden fünf Nationalparks und Naturreservate eingerichtet, um die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu schützen. Denn immerhin beheimatet die Krim mehr als 2400 verschiedene Pflanzenarten - davon alleine 200, die nur hier vorkommen.
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Das milde, fast subtropische Klima an der Südküste der Krim, das die Badesaison bis weit in den Herbst verlängert, hat die „Russische Riviera“ zum Refugium für alle, die es sich leisten können gemacht. Geschützt durch die über 1 500 Meter hohen Bergketten des Krimgebirges wachsen hier Olivenbäu¬me, Palmen, Oleander, Magnolien, Zedern, Mandelbäume u.v.m. Schon von den geheimnisumwobenen Tauriern wurde die Krim bald auch von Griechen, Skythen und Goten bevölkert. Ihnen folgten im Zuge der Völkerwanderung Hunnen, Chatzaren sowie Kumanen. Im 9. Jahrhundert wechselte die Krim schließlich vorm  Bysantischen Reich zur Kiewer Rus. Im 13. Jahrhundert drängten die Mongolen ein, rund 240 Jahre später folgten die Türken und 1783 wurde die Halbinsel schließlich von Russland annektiert. Die durch diese wechselhafte Geschichte bedingte Völkervielfalt ist bis heute ein charakteristisches Merkmal der Halbinsel geblieben. Mir der Krim verbinden sich die Namen berühmter russischer Schriftsteller wie Puschkin, Tschechow oder Tolstoj, denn sie alle ließen sich von der Naturschönheit und dem milden Klima inspirieren. Vom mondänen Refugium des russischen Adels und der Intellektuellen im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Schwarzmeerhalbinsel mit ihren Badeorten und Sanatorien während der Sowjetzeit schließlich zum Erho¬lungsziel der „Werktätigen“.

Die Krim war Schauplatz bedeutender Schlachten und geriet auch in den letzten beiden Jahrhunderten mehrmals in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit: Der Konflikt zwischen Russland und der Türkei, an deren Seite England, Frankreich und später auch Sardinien traten, führte zum 1853 bis 1856 andauernden Krimkrieg, der das europäische Staatensystem grundlegend änderte. In Sewastopol wurde im März 1918 die „Sowjetische Sozialistische Republik Tawrida“ ausgerufen. Im Zweiten Weltkrieg okkupierte die deutsche Wehrmacht Teile der Krim, die 1944 von der Roten Armee wieder befreit wur¬den. Im Februar des Folgejahres tagte hier die Konferenz von Jalta, wo sich Churchill, Roosevelt und Stalin über die weite¬re Vorgehensweise nach dem Sieg über Hitler berieten. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde auf der Krim Geschichte geschrieben. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wurde die Krim, die seit 1954 offiziell zur Ukrainischen SSR gehört hatte, zum politischen Zankapfel zwischen den nun unabhängigen Staaten Russland und Ukraine. Die Zugehörigkeit der Krim, der Status Sewastopols als Stützpunkt der Schwarzmeerflotte und deren Aufteilung standen im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen. Hinzu kam die Rückkehr der Krimtataren, die die Region vor neue politische, wirtschaftliche und soziale Fragen stellte.

 
 
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